Das Bundes-Klimaschutzgesetz sieht sektorübergreifend eine Reduktion der Treibhausgasemissionen in Deutschland um 55 Prozent bis 2030 vor. Für den Verkehrssektor ist eine Reduktion von 42 Prozent gegenüber 1990 gesetzlich verankert. Der Straßengüterverkehr, der noch weitestgehend auf Dieselantrieben basiert, verursacht rund ein Drittel der CO2-Emissionen des Verkehrssektors. Das soll sich ändern. Bis 2030 soll etwa ein Drittel dieser Fahrleistung im schweren Straßengüterverkehr elektrisch oder auf Basis strombasierter Kraftstoffe erbracht werden – so formuliert es die Bundesregierung in ihrem Klimaschutzprogramm 2030.

 

Im Mittelpunkt steht der schwere Straßengüterverkehr mit den EG-Fahrzeugklassen N2 (mehr als 3,5 bis 12 t zulässiges Gesamtgewicht) und N3 (mehr als 12 t zulässiges Gesamtgewicht) – Fahrzeugklassen, die eine hohe Verkehrsleistung erbringen und mit drei bis fünf Jahren vergleichsweise kurze Einsatzzyklen haben. Ein Flottenaustausch durch Niedrig- und Nullemissions-Fahrzeuge birgt ein entsprechend hohes CO2-Einsparungspotential.

Das Angebot an (schweren) Nutzfahrzeugen mit alternativen Antrieben ist aber noch sehr gering. LKWs mit batterieelektrischen Antrieben, Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieben und hybriden Oberleitungsantriebe befinden sich überwiegend noch in einem Entwicklungs- beziehungsweise Vorserienzustand. Zudem ist die erforderliche Tank-, Lade- und Oberleitungsinfrastruktur für Nutzfahrzeuge mit alternativen Antrieben derzeit nicht oder nicht ausreichend vorhanden.

Mit dem Gesamtkonzept klimafreundliche Nutzfahrzeuge hat das BMVI deswegen einen langfristigen Fahrplan zur Umsetzung der Maßnahmen aus dem Klimaschutzprogramm aufgestellt und ein Weg zur Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs aufgezeigt.

Entdecke die
zehn Kernbotschaften

Antriebstechnologien & Maßnahmenfahrplan

Technologie- & Erprobungsprojekte

Die Initiierung und Durchführung von konkreten Erprobungs- und Technologieprojekten ist eine zentrale Aufgabe in der ersten Phase („Skalierungsphase“) der Gesamtkonzept-Umsetzung.

Task-Forces & Studien

Die Task-Forces beschäftigen sich innerhalb der einzelnen Technologien mit offenen Handlungsfeldern und erarbeiten im engen Austausch mit dem BMVI umsetzungsorientierte Einschätzungen und Empfehlungen.

Task Forces

Ad-hoc-Task-Force Ausbau von Wasserstoff-Tankinfrastruktur

Die Themen der Task-Force befinden sich derzeit in Abstimmung. Weitere Informationen werden in Kürze folgen.…
Task Forces

Ad-hoc-Task-Force Backcasting Ladeinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge

Aufgaben für den Aufbau von Ladeinfrastruktur werden vorgedacht und erforderliche Planungs-, Genehmigungs- und Umsetzungsvorläufe identifiziert.…
Task Forces

Ad-hoc-Task-Force zum dynamischen und stationären Laden mithilfe der Oberleitungstechnologie

Mehrere Pilotprojekte haben gezeigt, dass die Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs per Oberleitung auf Fernstraßen möglich ist.…
Task Forces
Ad-hoc-Task-Force zu Mindeststandards bei der Umrüstung von konventionellen Nutzfahrzeugen auf alternative Antriebe