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Seit September 2021

Mehrere Pilotprojekte haben gezeigt, dass die Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs per Oberleitung auf Fernstraßen möglich ist. Das volle Potenzial der Oberleitungstechnologie zur Treibhausgasminderung im Verkehrssektor entfaltet sich jedoch erst, wenn das Zusammenspiel der Oberleitungstechnologie mit batterie- und brennstoffzellenelektrischen Antrieben berücksichtigt wird. Dadurch wird es erstmalig möglich, diese Fahrzeuge während der Fahrt aufzuladen und damit auch Strecken außerhalb eines Oberleitungsnetzes emissionsfrei zurücklegen zu können. Dazu werden mit einem Pantographen ausgestattete Lkw kombiniert dynamisch (über die Oberleitung) und stationär (über Ladesäulen oder Ladebrücken) geladen.

Geeignete Einsatzbereiche für das dynamische Laden bestehen während der Fahrt auf einem Oberleitungs-Kernnetz, dem stationären Laden auf Rastanlagen während einer Pause sowie auf Betriebshöfen während Pausen- und Standzeiten. Im Rahmen der Ad-hoc-Task-Force „Dynamisches und stationäres Laden mithilfe der Oberleitungstechnologie“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) (Die Pressemitteilung finden Sie hier) soll zunächst analysiert werden, wie ein optimales Zielbild aussehen müsste, um einen umwelt- und kostenseitig optimalen Einsatz von Oberleitungsfahrzeugen zu ermöglichen. Darauf aufbauend sind Handlungsbedarfe zu identifizieren, wie dieses Zielbild in der praktischen Umsetzung erreicht werden kann.

Jede an der Thematik der Ad-hoc-Task-Force interessierte und/oder beteiligte Institution kann teilnehmen. Dazu wird in einem ersten Schritt ein Interessenbekundungsverfahren gestartet (Das Interessenbekundungsverfahren finden Sie hier). Unternehmen und Institutionen, die hierbei ihr Interesse bekundet haben, können anschließend an einer Online-Umfrage teilnehmen. Ziel der Umfrage ist es, von den Teilnehmenden mehr über Erwartungen, Erfahrungen und offene Fragen im Zusammenhang mit dem innovativen Themenkomplex des dynamischen und stationären Ladens mithilfe der Oberleitungstechnologie zu erfahren. Nach der Auswertung der eingereichten Antworten werden die Akteure zu einem Auftaktworkshop eingeladen, der voraussichtlich im November 2021 stattfinden wird. Im Rahmen des Auftaktworkshops wird die weitere Vorgehensweise der Task-Force abgestimmt. Ziel der daran anschließenden ersten Arbeitsphase wird die Erarbeitung des Zielbilds und den sich daraus ergebenen Handlungsbedarfen sein. Im weiteren Verlauf der Arbeit der Ad-hoc-Task-Force werden zu Schwerpunkt-Handlungsbedarfen themenbezogene Unterarbeitsgruppen gebildet. Die Arbeit der Task-Force soll im Frühjahr 2022 beendet sein.

Das Interessenbekundungsverfahren finden Sie hier: