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Ad-hoc-Task-Force zu Mindeststandards bei der Umrüstung von konventionellen Nutzfahrzeugen auf alternative Antriebe

Es muss nicht gleich eine komplett neue Flotte sein – konventionell betriebene Nutzfahrzeuge können auch auf alternative Antriebe umgerüstet werden und so einen wesentlichen Beitrag zum Markthochlauf alternativer Antriebe im Straßengüterverkehr leisten. Das zukünftige Förderprogramm für Nutzfahrzeuge mit alternativen Antrieben des BMVI wird genau das fördern.

Die Branche ist noch jung. Ihr zentrales Anliegen: ein gemeinsames Verständnis über grundlegende Sicherheits- und Qualitätsstandards in der gesamten Wertschöpfungskette umgerüsteter Fahrzeuge – von der Entwicklung bis zur Zulassung – zu schaffen. Dieses Anliegen hat das BMVI, in Vorbereitung der neuen Förderrichtlinie für Nutzfahrzeuge mit alternativen Antrieben, aufgegriffen und eine Task-Force ins Leben gerufen.

Mehr als 60 Branchenakteure engagierten sich in der Task Force – vor allem Unternehmen und Institutionen, die sich mit der Umrüstung von Nutzfahrzeugen, deren Prüfung bzw. Begutachtung im Vorfeld von möglichen Entscheidungen über eine Genehmigung oder Betriebserlaubnis, der Entwicklung oder der Produktion von Umrüst-Kits beschäftigen. Und auch die (potenziellen) Nutzer umgerüsteter Fahrzeuge waren mit dabei.

Unter der Schirmherrschaft von Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim BMVI, wurde die „Task-Force Umrüstung“ im Februar 2021 mit einem Interessensbekundungsverfahren gestartet. Akteure aus der Umrüstungsbranche konnten anschließend im Rahmen einer Onlinebefragung Vorschläge für aus ihrer Sicht relevante Mindeststandards einreichen (bezogen auf die Produkt- und Fertigungsqualität sowie die Qualifizierung der an der Umrüstung beteiligten Mitarbeitenden). Nach der Auswertung der eingereichten Vorschläge wurden die Stakeholder zu vier Onlineworkshops im März 2021 eingeladen. Hier wurden die in Bezug auf die jeweilige Phase der Wertschöpfungskette relevanten Vorschläge aus der vorgelagerten Befragung vorgestellt. Zu allen vorgestellten Kriterien wurden die Positionen der beteiligten Akteure hinsichtlich der Qualitätswirkung und der Umsetzbarkeit dieser Kriterien angehört, erörtert und dokumentiert. Einige Kriterien wurden mit einer deutlichen Mehrheit empfohlen – auf dieser Grundlage hat das BMVI den Kriterienkatalog als zentrales Ergebnis der Task-Force erstellt und bei einer Abschlussveranstaltung vorgestellt.

Der Kriterienkatalog und die weiteren Empfehlungen dienen als Handreichung für die Unternehmen der Umrüstungsbranche und für potenzielle Antragsteller der künftigen Förderrichtlinie, die umgerüstete Fahrzeuge mit entsprechender Förderung beschaffen möchten. Er liefert eine Übersicht über praxisbewährte Standards in allen Wertschöpfungsstufen des Umrüstungsprozesses, die seitens der Branchenakteure als relevant erachtet wurden.

Den Ergebnisbericht finden Sie hier: