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DACHSER begreift sich als Impulsgeber für den Klimaschutz und setzt auf einen ganzheitlichen, langfristigen und praxisorientierten Ansatz. Die Umstellung auf alternative Antriebe spielt dabei eine Schlüsselrolle. 

Was hat sich Dachser SE für Ziele bei der Umstellung auf klimafreundliche Nutzfahrzeuge gesetzt und wie geht das Unternehmen vor?  

DACHSER versteht Nachhaltigkeit und Klimaschutz als elementare Aufgabe – innerhalb der Verantwortung als Unternehmen für Gesellschaft und Umwelt. Eine umfassende und langfristige Klimaschutzstrategie bündelt dabei alle Aktivitäten in diesem Bereich.  

DACHSER sieht sich als Impulsgeber beim Klimaschutz und hat vor etwa zehn Jahren mit konkreten Maßnahmen begonnen, diesen in den Logistikalltag zu integrieren. Den strukturierten Auftakt machten dann Modellvorhaben zur emissionsfreien Belieferung in den Innenstädten. Dieses Engagement wurde ab 2019 ausgeweitet auf globalen Klimaschutz, die Eindämmung von Treibhausgasen, die Steigerung der Transport- und Energieeffizienz bis hin zu Forschungsvorhaben zu alternativen Antrieben.  

Mittlerweile sind über 160 E-Lkw über 3,5 Tonnen für DACHSER in Europa unterwegs (Stand: September 2025). Eingesetzt werden E-Lkw verschiedener Hersteller sowohl im Nah- als auch Fernverkehr. Neben der Reduzierung von Treibhausgasen (THG), Luftschadstoffen und Lärmemissionen wirkt sich der Einsatz batterieelektrischer Fahrzeuge auch positiv auf das Wohlbefinden der Fahrer an ihrem Arbeitsplatz aus.  

Bis Ende 2025 sollen zudem 37 vollelektrische Hoffahrzeuge im Einsatz sein. Darüber hinaus stellt DACHSER seine Dienstwagen-Flotte von über 2.400 Pkw in Europa auf batterieelektrische Fahrzeuge um. Als ergänzende Technologie erprobt DACHSER auch Wasserstoff-Antriebe. Seit 2023 ist z.B. ein Wasserstoff-Brennstoffzellen-elektrisches Fahrzeug (FCEV) als Motorwagen-Anhänger-Kombination zwischen Magdeburg und in Berlin im Einsatz.  

Dachser erforscht im Rahmen seiner E-Mobilitätsaktivitäten auch den Einsatz von Nullemissions-Technologien in der Frischelogistik. Seit Juni 2023 sind beispielsweise vier temperaturgeführte eTrailer sowie seit Mai 2024 bzw. 2025 zwei vollelektrische Kühl-Verteiler im Einsatz. Zusammen mit den Herstellern setzen wir die Fahrzeuge täglich in der Praxis ein, analysieren Schwachstellen und entwickeln so die Kühlfahrzeuge mit den Herstellern weiter.  

Die vollständige Umstellung auf emissionsfreie Fahrzeuge ist jedoch ein Prozess, der über zwei bis drei Jahrzehnte andauern wird. Dabei geht es nicht nur um die Fahrzeuge selbst, sondern auch um die Stromverfügbarkeit, Netzanschlussleistung und Ladeinfrastruktur. 

Bei all dem geht es DACHSER nicht darum, auf kurzfristige Trends aufzuspringen. Vielmehr wird das gesamte, hochkomplexe Umfeld sorgfältig analysiert, um sicherzustellen, dass Fahrzeuge, Technologie und Infrastruktur zum Netzwerk und den Bedürfnissen der Kunden passt. Aus diesem Grund wurden Anfang 2022 spezielle E-Mobility-Sites in Freiburg, Hamburg und Karlsruhe eingerichtet. An diesen Standorten erprobt man unter realen Bedingungen, wie sich ein Fuhrpark mit batterieelektrischen Fahrzeugen betreiben lässt: von der Ladeinfrastruktur über das intelligente Lastmanagement bis zur Wartung der Fahrzeuge. Diese Erfahrungen fließen in Konzepte ein, die in den kommenden Jahren schrittweise auf das gesamte Netzwerk ausgerollt werden sollen

Welche Erfahrungen hat Dachser bei der Umstellung auf klimafreundliche Nutzfahrzeuge gemacht? 

Während sich frühe Generationen von E-Lkw im Alltagsbetrieb vereinzelt noch fehleranfällig zeigten, überzeugt die aktuelle Fahrzeuggeneration durch ihre Zuverlässigkeit und kann inzwischen vollständig in die Einsatzplanung integriert werden. Somit sind auch hohe Laufleistungen möglich. Das Fahrpersonal zeigt sich überwiegend sehr aufgeschlossen und motiviert gegenüber der Umstellung auf klimafreundliche Nutzfahrzeuge. Auch bei Kunden erhalten E-Lkw großen Zuspruch.  

Allerdings sind die Einsatzmöglichkeiten der Fahrzeuge weiterhin begrenzt, vor allem im Fernverkehr, da das öffentliche Ladenetz noch nicht ausreichend ausgebaut ist. Es ist davon auszugehen, dass dieser Ausbau noch fünf bis zehn Jahre in Anspruch nehmen könnte. Der Aufbau einer eigenen Ladeinfrastruktur an unseren Niederlassungen wird vorangetrieben, stößt jedoch häufig auf Grenzen, da Netzbetreiber beziehungsweise Energieversorger oftmals keine ausreichende Netzanschlussleistung bereitstellen können. 

Auch die Fahrzeughersteller befinden sich noch in der Lern- und Aufbauphase bei der E-Mobilität, was dazu führt, dass die Serviceabdeckung noch lückenhaft ist. Die Kompatibilität der Systeme, insbesondere zwischen Ladetechnik und Nutzfahrzeugen, ist ebenfalls noch eingeschränkt. 

Bei der Fahrzeugbeschaffung ist es daher unerlässlich, das spätere Einsatzgebiet aufgrund der Reichweitenthematik genau zu definieren. Für privatwirtschaftliche Unternehmen ist der wirtschaftliche Einsatz der Fahrzeuge ein entscheidender Faktor. Im Fernverkehr kann durch Mauteinsparungen in ausgewählten Fällen ein wirtschaftlicher Betrieb bereits gut realisiert werden, während dies im Nahverkehrsbereich mangels entsprechender Mauteinsparungen noch schwer darstellbar ist. Grundsätzlich gilt zudem: Je höher die Reichweite eines Fahrzeugs, desto höher sind auch die Anschaffungs- und Leasingkosten. 

Kontakt:  

DACHSER SE
Head Office
Thomas-Dachser-Str. 2
87439 Kempten 

Tel.: +49 831 5916 0 
info@dachser.com 

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