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Was motiviert Sie dazu, Ihren Fuhrpark auf grüne Antriebe umzustellen? 

Wir stellen unseren Fuhrpark auf grüne Antriebe um, weil wir überzeugt sind: Die Zukunft der Logistik ist nachhaltig und elektrisch. Als Transportdienstleister tragen wir Verantwortung – und E-LKWs oder BIO-LNGs oder HVO-LKWs ermöglichen uns, unseren CO₂-Ausstoß spürbar zu senken und aktiv zum Klima- und Umweltschutz beizutragen. Unser klares Ziel: Die Elektrifizierung der Flotte konsequent vorantreiben und BIO-LNG als Brückentechnologie heute schon zu nutzen.

Grundsätzlich: Wir glauben fest daran, dass E-Mobilität nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich nachhaltig ist und langfristig den Erfolg unseres Unternehmens stärkt.

Nichtsdestotrotz sehen wir LNG-Fahrzeuge oder HVO als Brückentechnologie bis zum totalen Umstieg auf E-LKW an. Die Infrastruktur in Deutschland ist mittlerweile gut ausgebaut und unterstützt uns schon heute massiv bei unseren Emissionszielen.

Gleichzeitig setzen wir ein starkes Zeichen für Innovation und Fortschritt. Mit modernen, emissionsfreien Transportlösungen bieten wir unseren Kunden einen echten Mehrwert und unterstreichen unsere Rolle als verantwortungsvoller, zukunftsorientierter Logistikpartner.

Welche Ziele haben Sie sich bei der Umstellung auf klimafreundliche Nutzfahrzeuge gesetzt? 

Wir haben uns zum Ziel gesetzt die CO₂-Emissionen im Fuhrpark jährlich um 7,5% zu senken, um bis 2037 klimaneutral zu sein.

Wie sind Sie konkret vorgegangen? 

1. Frühe Testphasen

Bereits vor einigen Jahren haben wir Fahrzeuge mit alternativen Antrieben in unseren Fuhrpark aufgenommen – 2013: CNG LKW oder 2014: E-LKW oder ab 2019: LNG-LKWs // Wir haben bereits von Beginn an bzw. seit Markteintritt der bestimmten Fahrzeuge in 1-2 Fahrzeuge für unseren Fuhrpark investiert. Auch Testversuche wurden mehrmals umgesetzt. Unsere größte Hürde mit zu Beginn: Lowliner-Zugmaschinen zu erhalten.

2. Analyse und Technologieauswahl:

Der erste Schritt ist unsere Bestandsverkehre zu überprüfen, auf Machbarkeit für eine Umstellung. Auf dieser Basis haben wir geeignete alternative Antriebstechnologien (Elektro-, HVO- und BIO-LNG-Fahrzeuge) bewertet und hinsichtlich Reichweite, Wirtschaftlichkeit und Praxistauglichkeit verglichen.

3. Lade- und Tankinfrastruktur:

Das Thema Infrastruktur ist dabei ein zentraler Schlüssel und aus diesem Grund ist es wichtig, dieses Thema gesondert zu prüfen. Wie viele Tankmöglichkeiten gibt es, welche Anbieter, welche Tankkarten sind notwendig, etc.

4. Schulung und Sensibilisierung:

Ein weiterer wichtiger Schritt war die Schulung unserer Fahrerinnen und Fahrer im Umgang mit neuen Antriebstechnologien und energieeffizientem Fahrverhalten, um den optimalen Betrieb sicherzustellen.

5. Monitoring und Weiterentwicklung:

Schließlich erfassen und analysieren wir kontinuierlich die Betriebsergebnisse der neuen Fahrzeuge, um weitere Optimierungspotenziale zu identifizieren und die Flottenumstellung schrittweise auszuweiten.

Welche Erkenntnisse konnten bei der Umstellung bisher gewonnen werden? Welche besonderen Herausforderungen gab es? Welche „Dos and Don’ts“ sollten andere bei der Umsetzung beachten? 

1. Einsatz der Fahrzeuge:

  • Klimafreundliche Antriebe sind im täglichen Betrieb grundsätzlich praxistauglich, erfordern jedoch eine genaue Einsatzplanung
  • Reichweite und Ladezeiten beim E-LKW müssen sorgfältig mit den Tourenprofilen abgestimmt werden
  • Fahrerinnen und Fahrer reagieren positiv auf die leisere und komfortablere Fahrweise von E- und LNG-Fahrzeugen
  • Sehr hohe Praxistauglichkeit im Fernverkehr, sowie sehr gute Reichweite (bis zu 1200 Kilometern) bei BIO-LNG Fahrzeugen
  • Sofortige Co²-Reduktion bei HVO möglich, da kein Umbau der Dieselfahrzeuge notwendig ist, um HVO tanken zu können

 2. Aufbau der Infrastruktur:

  • Das Thema Ladeinfrastruktur muss genaustens geprüft und alternative Lademöglichkeiten mit im Notfallkonzept verankert werden
  • E-LKW:
    • Der Aufbau einer Ladeinfrastruktur erfordert frühzeitige Abstimmung mit Energieversorgern und Netzbetreibern
    • Eine ausreichende Netzkapazität ist entscheidend – Engpässe können die Projektumsetzung verzögern
    • Eine modulare Planung (z. B. mit Reserveanschlüssen) erleichtert spätere Erweiterungen

 3. Herausforderungen:

  • Längere Lieferzeiten bei Fahrzeugen und vor allem Komponenten
  • Hoher Abstimmungsbedarf zwischen Fahrzeugherstellern, Installationsfirmen und Förderstellen
  • Anpassung interner Abläufe
  • Spezieller Tankprozess bei BIO-LNG
  • HVO: Höhere Tankpreise im Vergleich zum Diesel

 4. „Dos and Don’ts“ – unsere wichtigsten Empfehlungen:

Dos

  • frühzeitig eine ganzheitliche Planung starten (Fuhrpark, Infrastruktur)
  • Mitarbeiter frühzeitig einbinden und schulen – Akzeptanz ist entscheidend
  • Realistische Erwartungen an Reichweite und Wirtschaftlichkeit setzen

Don’ts

  • Nicht nur auf die Fahrzeugtechnik fokussieren – Ladeinfrastruktur ist oft der Engpass
  • Keine Unterschätzung des Abstimmungsaufwands zwischen den beteiligten Partnern

Fazit:

Die Kombination aus E-LKW, Bio-LNG und HVO hat sich als praxistaugliche, flexible und wirkungsvolle Strategie erwiesen, um Emissionen im Transportbereich deutlich zu reduzieren – wenn Planung, Infrastruktur und Betriebsabläufe aufeinander abgestimmt sind.

Weitere Informationen:

Website Elflein Transport