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Was motiviert Sie dazu, Ihren Fuhrpark auf grüne Antriebe umzustellen? 

Durch die Klimaziele der Stadt Freiburg ist es der Abfallwirtschaft möglich, auf Zukunftstechnologien in ihrer Flotte zu setzen. Diese Brennstoffzellen-Fahrzeuge haben neben der CO2 Ersparnis auch weitere Vorteile für die Besatzung, wie leises und vibrationsarmes Fahren und keine Abgase.

Welche Ziele haben Sie sich bei der Umstellung auf klimafreundliche Nutzfahrzeuge gesetzt? 

Im Rahmen der Klimaziele der Stadt Freiburg hat sich die ASF eigene, ambitionierte, Ziele gesetzt. Dies war u.a. die Umstellung der kommunalen Abfallsammelflotte auf Brennstoffzellentechnologie bis 2030.

Durch die gute Förderungspolitik in den Jahren 2020-2024 konnte dieses Ziel schon in 2025 erreicht werden und 22 BZ-Fahrzeuge in Betrieb genommen werden.

Wie sind Sie konkret vorgegangen? 

Die Technologieauswahl startete 2018/2019 und beinhaltete BEV und BZ Fahrzeuge. Die Energiedichte der BEV-Sammelfahrzeuge war zu diesem Zeitpunkt noch unzureichend für die topografischen Begebenheiten in Freiburg, weshalb sich die Lösung einer Kombination aus BEV mit BZ als Range-Extender abzeichnete.

Nachdem ein Probebetrieb mit einem Fahrzeug positiv verlief, wurde sukzessive im geplanten Fahrzeugturnus Diesel- mit BZ-Fahrzeuge ersetzt.

Die Ladeinfrastruktur wurde in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Freiburg und dem größten H2-Ladesäulenbetreiber in Freiburg mittels einer öffentlichen H2-Tankstelle erstellt. Diese ist nun mit der Fahrzeuganzahl von 22 an ihrer Grenze, weswegen eine eigene H2-Produktion mittels grünem Strom durch die ASF verwirklicht wird. Dazu gehören eine 2.6MWp PV Anlage, ein 1MW Elektrolyseur und eine eigene Tankstelle auf 700bar. Die Tankstelle ist seit September 2025 in Betrieb und die H2-Erzeugung ist für Mitte 2026 geplant.

Welche Erkenntnisse konnten bei der Umstellung bisher gewonnen werden? Welche besonderen Herausforderungen gab es? Welche „Dos and Don’ts“ sollten andere bei der Umsetzung beachten? 

  • Die Infrastruktur ist noch lange nicht abdeckend in Deutschland
  • Da der H2-Hochlauf schleppend verläuft sind die Preise sehr hoch
  • Ohne Förderung an verschiedenen Stellen wäre weder die Flottenumstellung noch der Aufbau der Infrastruktur möglich gewesen
  • Ohne fähige eigene Werkstatt wären die verfügbaren Zeiten der Fahrzeuge unbefriedigend

Kontakt:

info@abfallwirtschaft-freiburg.de